Gesundheitspolitik in Entwicklungsländern vom 30.8.-2.9.18

Gesundheitspolitik in Entwicklungsländern – Herausforderungen und Lösungsansätze vom 30. August bis 02. September in Ludwigshafen am Bodensee

Ein verlängertes Wochenendseminar von STUBE Baden-Württemberg in Kooperation mit STUBE Rheinland-Pfalz/Saarland

In Entwicklungsländern entscheidet meist die persönliche oder familiäre finanzielle Situation über die Chancen, gesund zu bleiben oder nach einer Krankheit wieder gesund zu werden. Schlechte hygienische Verhältnisse, fehlendes sauberes Wasser oder fehlende Sanitäranlagen führen oft zu Krankheiten, die vermeidbar wären.

Besorgniserregende Zahlen zeigen sich besonders bei den sogenannten vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTD, Neglected Tropical Diseases). Mehr als eine Milliarde Menschen sind welt-weit davon betroffen. Eine halbe Million Menschen sterben jährlich an NTDs – vor allem die Ärmsten: Frauen, Kinder, Alte und Behinderte. Die meisten NTDs könnten durch flächendeckende, konsequente Hygienemaßnahmen, Zugang zu medizinischer (Basis)versorgung und erschwingliche Medikamente vermieden oder geheilt werden. Hierzu braucht es ein breit angelegtes (kostenloses) öffentliches Gesundheitssystem, ausreichend und gut geschultes sowie gut bezahltes Personal. Auch traditionelle Heiler*innen müssen einbezogen werden. Forschung(en), die auf Tropenkrankheiten fokussiert sind, sind unerlässlich, aber sehr komplex und teuer.

Während die Finanzierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den letzten Jahrzehnten aufgrund fehlender Gebermittel heruntergefahren wurde, sind private Stiftungen, allen voran die Bill and Melinda Gates Stiftung (BMGS), mittlerweile die größten Geldgeber im Gesundheitssektor. Dies kann als eine Form der Privatisierung gesehen werden, die problematisch ist, da solche privaten Geberorganisationen niemandem außer sich selbst verpflichtet sind.

Wir möchten uns in diesem Seminar mit den Zusammenhängen von Armut und Krankheit befassen und über Maßnahmen nachdenken, wie eine Gesundheitsversorgung für alle, auch arme Menschen, erreicht werden kann. Wir werden uns mit dem Einfluss privater Geldgeber auf die Gesundheitspolitik/systeme in Entwicklungsländern beschäftigen und uns über die Auswirkungen der Politik vieler Pharmakonzerne informieren.

Das Seminar beginnt am Donnerstag, 30.8.2018 um 11 Uhr und endet am Sonntag, 2.9.2018 nach dem Mittagessen gegen 13 Uhr.

Seminarleitung:

Angelika Weber (STUBE Baden-Württemberg)

Tagungsort:

Evangelische Jugendbildungsstätte in Ludwigshafen/Bodensee, Radolfzeller Straße 38, 78351 Bodman-Ludwigshafen

Teilnehmerzahl:

für TeilnehmerInnen aus Rheinland-Pfalz und Saarland sind 5 Plätze frei

Anmeldefrist: 

02.07.2018

Achtung: Die Anmeldung erfolgt über die Internetseite von STUBE Baden-Württemberg !! Das Anmeldeformular findest du unter: https://www.stubebw.de/anmeldung 

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